Ein Überblick über Hafis

 

Der vollständige Name des größten Dichters persischer Sprache lautet: Chadjeh Schams-ed-din Mohammad, mit dem Beinamen Hafis. Der erste Teil (Chadjeh) ist eine Ehrenbezeichnung und bedeutet "ehrwürdiger Alter, Lehrer". Hafis bedeutet im eigentlichen Sinne des Wortes "Hüter, Beschützer, der im Gedächtnis Bewahrende". Diese Ehrenbeinamen erhielt der Dichter Hafis, weil er den Koran auswendig wusste (im Gedächtnis bewahrte).

Hafis hatte kein Interesse  an einer Zusammenstellung seiner Gedichte. Sie wurden erst nach seinem Tod von Hafis Schulkamerad und Freund, Mohammad Gol-andam, gesammelt und zu einem Diwan (Gedichtsammlung) zusammengestellt. Da im Diwan die Gedichte in einer alphabetischen Reihenfolge nach den Buchstaben des Endreims geordnet sind, fällt es schwer, die chronologische Entstehung der Gedichte und die weltanschauliche Entwicklung des Dichters aufzuzeigen.

 

  Sein Leben

Über sein persönliches Leben ist uns wenig überliefert. Die erste aber nicht ausreichende Quelle ergibt sich aus einem Vorwort von Gol-andam in der Erstausgabe des Diwan. Hafis wurde zwischen 1323 und 1326 in Schiras geboren. Schon in seiner Kindheit starb sein Vater, ein Geschäftsmann, und er musste seinen Lebensunterhalt bei einem Teigmacher verdienen. Darauf hat er eine theologische Ausbildung genossen. Später wurde er für kurze Zeit selber Lehrer an einer theologischen Hochschule. Obwohl Schiras zu Hafis´ Zeit unter unruhigen, unsicheren politischen Verhältnissen mit schnellem Machtwechsel zu leiden hatte, war es einer der wichtigsten Orte mit theologisch- literarischen Schulen. Er verbrachte dort sein ganzes Leben und starb 1389/ 90. Nur zweimal hat er für kurze Zeit die Stadt verlassen.

In seiner Jugendzeit, als Mosaffarfürst Ishagh Indju (1343-53), ein literarisch interessierter Mann, regierte, erlebte Hafis eine wohlhabende Zeit und war als Hofdichter nicht nur materiell gesichert, sondern er konnte auch seine schöpferische Arbeit mit Erfolg fortsetzen. Aber Indschus Nachfolger, Mobares-ed- din Mohammad Mosaffar (1353-58), der ihn (Indju) ermordet hatte, war ein Frömmling und ein grausamer Despot. In seiner Regierungszeit, in der die geistliche Orthodoxie herrschte, erlebte Hafis eine schwere Zeit. Als dessen Sohn, Schah Schodja` (1358-85) seinen Vater blendete und die Macht übernahm, fühlte sich Hafis alsbald erleichtert und hieß mit panegyrischen Versen seine Machtübernahme willkommen. Aber Schah Schodja verfiel nach Intrigen der Frömmler wieder in seines Vaters Gewaltmethoden. Hafis übte Kritik an der orthodoxen Geistlichkeit. Daraufhin wurde er der Ketzerei verdächtigt und beim Mufti wurde eine Fatwa gegen ihn erwirkt.

Hafis musste nach Jasd, in einer Nachbarstadt in der Provinz Kerman, flüchten, die von Schah Yahja regiert wurde. Nur durch die Fürsprache von Freunden des Dichters, besonders von einem literarisch interessierten einflussreichen Mann, namens Turanschah, wurde die Fatwa aufgehoben, so dass er nach etwa zwei Jahren wieder in seine Heimat zurückkehren konnte.

Außer dieser unfreiwilligen Reise hat Hafis noch ein einziges Mal Schiras verlassen, als seine Gedichte so weitberühmt geworden waren, dass er von einem indischen König eingeladen wurde. Er war noch nie auf einem Schiff gefahren. Als er in Hormos (Hafen am persischen Golf) einschiffte, kam ein Sturm auf und er kehrte wieder zurück. Eines der wichtigsten Ereignisse seines Lebens, etwa zwei Jahre vor seinem Tod, ist seine Begegnung mit dem mongolischen Eroberer Timur Lenk, als dieser 1387 Schiras besetze.
In Bezug auf einen Vers von Hafis sagte Timur zu ihm: "Ich habe ein Viertel der Welt erobert und dadurch Tausende von Städten ruiniert, um Samarkand und Buchara (zwei wichtige Städte) zu erheben. Wie konntest du diese Städte für das Muttermal einer Frau verschenken? Hafis erwiderte: "wegen solcher Verschenkung bin ich heute so arm." 1

 

 Seine Weltanschauung

Wie schon gesagt, die chronologische Entstehung seiner Gedichte ist nicht bekannt und sie sind auch nicht nach inhaltlichen Kriterien geordnet. Im Jahre 1946 wurde der Diwan zum ersten Mal von Mahmood Human, Literaturwissenschaftler an der Universität Teheran, in Bezug auf die vermutliche Entstehungszeit der Gedichte thematisiert. Nach dieser Anordnung der Gedichte ergibt sich die folgende Gedankenentwicklung des Hafis: In seiner Jugendzeit ist seine Dichtung von Gläubigkeit und herkömmlicher irdischer Liebe und Vergnügen geprägt. Er steht häufig unter dem Einfluß seiner Vorbilder. Anfang seines dreißigsten Lebensjahrs
zeigt er seine Neigung zu Sufiorden2 und kritisiert die Frömmler. In dieser Zeit glaubte er, dass die Sufis (islamische Mystiker) die  Botschaft von Liebe und Toleranz verkünden. Aber er kam allmählich zu der Einsicht, dass die Sufis ihre Auffassung vermarkten und in ihrem Tun und Treiben nur Lüge, Heuchelei und Formalismus zu erkennen sei:

In des Frommtuns Heuchelfeuer
brennt die Gläubigkeit auf:
Hafis, wirf die wollne Kutte (Suf) fort
Und ziehe in die Welt. 3

*

Alle Sufis werfen Liebesblicke
Aber nur der betrübte Hafis
gerät dadurch in Verruf." 4

Er wollte ein "wahrer" Mystiker (Aref) sein, der völlige Freiheit von jeglichem Dogmatismus erstrebt.
Man darf den Unterschied zwischen Sufi und Aref nicht außer Acht lassen, auch wenn sie in der westlichen Literatur als gleich betrachtet werden. Obgleich die Sufis und Aref Mystiker sind und Liebe für beide Ausdruck der Sehnsucht der Seele nach ihrem göttlichen Ursprung ist, so führt nur beim Sufi der Weg nach innen von der Askese zur Mystik, Weingenuss und andere irdische Vergnügen sind verboten. Er mischt sich auch mit Maßen in die Politik ein. Aref genießt die irdischen Freuden und beteiligt sich nicht an den religiösen Riten (Gottesdienst).
Hafis Dichtung war lange Zeit von der mystischen Auffassung geprägt. Aber die mystische Gesinnung des Arefordens passte auch nicht zu seiner Begeisterung für alles Lebendige. Deswegen betont er in einem Vers aus seinen letzten Lebensjahren, wo man ihn als Freidenker bezeichnen kann, dass er "im Herbstleben (als alter Mann) wieder ein Liebender und Wahnsinniger geworden ist" und zu seiner Geliebten sagt: " Obwohl ich ein alter Mann bin, wenn du mich eine Nacht eng umarmst, werde ich morgens Jung aufwachen."

 

 

 Hauptthemen seiner Gedichte

Obwohl er diverse Themen behandelte, treten doch folgende Themen überwiegend hervor:

1. Liebe
Liebe ist der zentrale Begriff in seiner Dichtung. Er meinte, die Welt sei durch Liebe geschaffen und durch die Liebe werden alle Probleme lösbar. Er nennt sich " Leibeigener der Liebe".
                                                Ich sag´ es offen, und sag´ es freudig:
Leibeigener der Liebe bin ich und
Von dieser und jener Welt befreit".

Aber Liebe hat in seinen Gedichten zwei Gesichter: Einerseits ist Liebe für ihn Ausdruck der Seele nach ihrem Göttlichen Ursprung (mystische Liebe):

Im Anfang schien die Liebe leicht,
die dann zum Rätsel ward.

*
O Seele aus dem Paradies,
gib meinem Bemühen das Geleit,
denn das Ziel liegt fern
und ich bin ein Reisender, der unerfahren …

                                                .....

Ach Hafis, es ist gerecht,
wenn auf der Suche
nach der Perle der Vereinigung
meine Augen Tränen fassen
wie ein Meer,
in dem ich selbst versinke."

Andererseits ist von irdischer Liebe in vielen Ghaselen die Rede:
Was ist es, das Fülle spendet?
Der Anblick des Geliebten!
Ich tausche Königtümer,
vor seinem Haus zu betteln!
*
Mein Herz quält der Gedanke,
dass unsere Seele reisen muss,
eh deine Lippen meine fanden.
Der Durst nach deinem Mund
Trieb mich in arge Not.
Wann schenkt dein Mund
mir, dem Geringen, ein Gabe?

2. Weingenuss
Wein als Spender mystischer Trunkenheit, wie als normaler Genuss ist in seinen Gedichten häufig mit Liebe verknüpft.

Ja wir sind von Kummer frei und trunken,
denn wir sind die Kumpane des Bechers voll mit Wein,
haben unsere Herzen hingegeben,
das Geheimnis aller Liebe wurde uns vertraut.

Und der Wein ist ihm ein Symbol der Liebe und Freiheit um sich vom Frömmler zu distanzieren:

Ins Weinhaus komm,
und spiegele dein Gesicht im Purpurwein,
und meide die Moschee (Gebetshaus),
wo die Frömmler sind."

 

3. Freiheit
                                    Sag dem Prediger, er solle Hafis nicht tadeln dafür,
dass er vom Gebetshaus weggegangen ist;
Warum fesselst du die Füße der Freiheit?
Lass sie doch gehen, wohin sie will!"

*

Ich will der Sklave jener Großmut sein,
die frei von allen Bindungen
unter der blauen Himmelskuppel ist!

 

4. Auseinandersetzung mit den Frömmlern

In dieser Zeit wurden Künstler, Dichter und Philosophen wegen ihres vorausschauenden, fortschrittlichen Denkens von den fanatischen Machthabern gefoltert, verbrannt, enthauptet oder auf andere Weise hingerichtet. Vor diesem Hintergrund ist die Entschlossenheit und der ungebrochene Mut des Hafis hervorzuheben, der immer wieder an den Frömmlern und der mit ihnen verbündeten Polizei (Mohtaseb) Kritik geübt hat.
Betrug und Hinterhältigkeit werden in Hafis´schen Poesie als Merkmale der mohammedanischen Frömmler kritisiert. Diese Kritik wurde entweder mit den direkten Wörtern "Betrug" und "Heuchelei" oder indirekt durch Ironie geübt.

 

Auch wenn dem Prediger der Stadt
nicht leicht fällt das Gedächtnis:
Solang er Heuchelei und Falschheit übt,
wird er kein Muselmann!
lerne zechen und sei barmherzig,
denn unvollkommen ist die Kreatur,
die nicht Wein trinkt,
um sich zum Menschen zu vollenden.
O Herz, sei frohgemut,
kein Diw (Dämon) macht sich zum Salomon
mit Betrug und List!

*

Die Pfaffen, die vor Kanzel und Altar
viel Pracht entfalten- wenn sie allein sind,
frönen sie anderem Dienst.

 

Außerdem kritisierte er an ihnen Selbstsucht und Hochmut, Widersprüche, Unehrlichkeit, Engstirnigkeit, Opportunismus, Erbarmungslosigkeit usw.:

Verrate nicht dem Rechthaber das Geheimnis der Liebe und Trunkenheit,
Lass ihn unwissend sterben in seiner Selbstsucht.

*
Ich habe eine Frage, bring sie zum Gelehrten:
Jene, die Reue anempfehlen,
warum zeigen sie sich nicht selbst reuig?

*
Im siebten Himmel erklingt dieses Lied:
Sieh den Engstirnigen, der alles für klein hält.

*
Weißt du, was Harfe und Zither sagen:
Trinke heimlich, denn es wird mit Strafe bedroht.

 

 Doppeldeutigkeit

Doppeldeutigkeit oder Mehrdeutigkeit sind typische Merkmale Hafis´scher Dichtung. Zwei Motive verursachen die Doppeldeutigkeit seiner Gedichte. Einerseits will er der geistlichen Orthodoxie keine Angriffsflächen bieten, andererseits ist dies ein von Hafis bewusst angewandtes Stilmittel, um seiner Dichtung ein höheres Niveau zu geben, weil er die Poesie für das "Geheimnis der Redekunst" oder das "Wesen der Sprache" hält.
Als Beispiel der Doppeldeutigkeit möge folgende von Kurt Scharf aufgeführter Vers dienen:

O du, es verhüllt sich die Knospe, beschämt und bedrängt von dir.
Im Schlaf der Narzisse sich Scham mit Bewunderung mengt von dir,
Die Rose, wie könnte sie jemals mit dir zu vergleichen sein:
Hat sie doch Ihr Licht nur vom Monde, der seines empfängt von dir5

Dieser Vierzeiler (Robai), eine manieristische Übertreibung (Hyperbel), von Hafis mag ein Liebesgedicht für eine Frau, einen Knaben oder auch der Fürsten sein. Aber man kann das Wort "Licht" als gängige Metapher für Gott oder Liebe zu Gott verstehen. Nach Auffassung der persisch- islamischen Mystiker ist Gott die Sonne oder Quelle des Lichtes, der Mensch eine Strahlung von der Sonne, und die Strahlung kann sich nur auf dem mystischen Weg mit ihrer Quelle vereinigen. In diesem Sinne können die Verse als Hymnus auf die Liebe zu Gott interpretiert werden, so dass sich folgende Version ergibt:

O du, das Verborgene verhüllt sich, mit Scham geschlafen von dir,
 Das Auge senkt sich wie schlafend in Scham und Bewunderung vor dir,
Die irdische Schönheit, wie könnte sie dir zu vergleichen sein:
Sie leuchtet von himmlischer nur, die himmlische leuchtet von dir.

So werden diese Verse aus einem irdischen Liebesgedicht zu einem Ausdruck innigen Gotteslobes.
Ein anderes Beispiel zeigt nicht nur die oben genannte Doppeldeutigkeit, sondern auch die Mehrdeutigkeit, die Hafis´ Stilmittel ist:

O Saghi (Schenke), erhelle unseren Becher
durch das Licht des Weins.
Musikant, sage es auf deine Art,
dass die Welt sich fügte unserem Wunsch!

*

Im Pokal sah ich den Widerschein
Von der Geliebten Wangen.
Unkundiger der Lust
Die immerwährende Trunkenheit gewährt!"

 

In diesem Ghasel, der ein Liebesgedicht und eine Kritik an den Frömmlern zugleich ist6, kann das Wort Licht und Geliebte als Metapher für Gott verstanden werden; weil der Dichter im Pokal den Widerschein von den Wangen der Geliebten sieht, die vom Licht erhellt werden. Außerdem zeigen die Worte, die ins Deutsche als "immerwährende Trunkenheit" übertragen sind, im Persischen (im Original) die Mehrdeutigkeit, die nicht übersetzt ist. Diese Worte lauten auf Persisch: "Schorb- e Modam“ ( شُربِ مدام ).
Das Wort "Schorb", das als "Trunkenheit" übersetzt worden ist, hat zwei Bedeutungen, nämlich "Trinken" (aller Art) und "Wein". Das Wort "Modam" ist ebenfalls zweideutig: "immerwährend" und "Wein". So kann diese Wortverbindung verschiedene Bedeutungen haben:  1. immerwährendes Trinken; 2. immerwährender Weingenuss, 3. Weintrinken; 4. immerwährende Trunkenheit.

 

 Schluss

Hafis´ Poesie wurde von verschiedenen Standpunkten aus interpretiert, weil Hafis selbst eine vielschichtige Persönlichkeit gewesen ist, die viele Deutungen zulässt (er nannte sich selbst "Rend" = einen weisen Schelm, was im deutschen häufig als Zecher übertragen wird.)

Wenn man seine chronologische Gedankenentwicklung außer Acht ließe, kann man sich aus den passenden Fragmenten seine eigene Weltanschauung basteln. Den einen gilt er als Ketzer bzw. Materialist, die anderen sehen in ihm einen Sufi oder Aref usw. In seinen Gedichten gehen nicht nur irdische und himmlische Liebe ineinander über, sondern es finden sich auch die Themen, die für die gegenwärtige Befindlichkeit des Irans so aktuell sind, dass er wie ein Prophet bewundert wird. Dies und die Mehrdeutigkeit seiner Dichtkunst machen den Diwan in den persischsprachigen Ländern, besonders in Persien, zu einem heiligen Buch, das man in allen möglichen Lebenssituationen als eine Art Orakel konsultiert. Aber es soll daran erinnert werden, dass Hafis nicht wegen der oben erwähnten Punkte ein großer Dichter ist, sondern seine Beherrschung aller Mittel dichterischer Sprachkunst ihn zu einem außergewöhnlichen Dichter macht.

Mit Hafis erreicht die Lyrik in der persischen Sprache ihren Höhepunkt. Er kannte seine dichterische Gabe und schätzte selbst seine Dichtkunst:

Keiner hat noch Gedanken, wie Hafis entschleiert,
seit die Locken der Wortbraut sind gekräuselt worden.

 

Goethe hat in Bezug auf diese Verse von Hafis ihn folgendermaßen (Am Anfang der Hafis- Nahmeh – Buch Hafis) gelobt:

Sei das Wort die Braut genannt,
Bräutigam der Geist;
Diese Hochzeit hat gekannt,
Wer Hafisen preist." 7

2001

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1 Dolatschah Samarkandi: "Tskarat-ol Schoara". Teheran 1959, S. 229.
Diese Geschichte, die jedoch kaum authentisch ist, wurde an folgende Verse von Hafis angeknüpft: " Wenn eine schöne Schiraserin mein Herz gewinnt, verschenke ich Samarkand und Buchara für ihr indisches Muttermal." (Zeichen von Schönheit).

2 Suf= Wolle. Da der Sufi ein einfaches wollenes Gewand trug, nannte man ihn "Sufi" (Träger eines Wollgewandes).

3 Hafis. " Diwan-e Hefes". Hg. Parwis Chanlari. Teheran 1980. S. 814

4 Alle Gedichte von Hafis findet man a.a.O. oder "Hafis: Liebesgedichte", Übertragung von Cyrus Atabay. Frankfurt a. M. 1980.

5 Aus dem Nachwort von Kurt Scharf; in: "Die schönsten Gedichte aus dem klassischen Persien." München 1998, S. 205

6 In einem anderen Vers dieses Gedichtes betont er:
"Ich fürchte am jüngsten Tag
wird das erlaubte Brot der Scheich
nicht angemessen belohnt
als unser "unerlaubtes Wasser" (Doppeldeutigkeit von Wein).

7 Johann Wolfgang von Goethe " West- östliche Diwan". Hg.: Hans- J. Weitz. Frankfurt a. M. 1974. S. 22